Der Jagdhund als urbansetter im Büro

IMG_6730In der Geschichte der Menschen hat der Hund schon immer eine wichtige Rolle gespielt, vor allem als Helfer bei der Arbeit, heute in der Zucht als sogenannter Arbeitshund benannt. Viele Hunde leben heute auch als Familienhunde mit ihrem Menschenrudel zusammen und haben keine konkrete
Arbeitsaufgabe mehr. Daneben gibt es auch Hunde wie mich, die ihren Leinenträgern als Helfer bei der Arbeit zur Seite stehen, allerdings nicht mehr ihrer eigentlich durch ihre Rasse vorgegebenen Aufgabe nachgehen. Als Jagdhund ist meine Aufgabe eigentlich die Jagd, aber als urbansetter gehe ich selbstverständlich jeden Tag mit meinem Frauchen fleißig ins Büro arbeiten.

Mein Frauchen bekommt häufig von anderen allwissenden klugen Hundehaltern bei Spaziergängen gesagt, dass das nicht gut für mich sei, denn ich sei ja ein Jagdhund. Dagegen kann ich nur lauthals bellend protestieren: Das sehe ich völlig anders! Ich bin absolut und von ganzem Herzen ein Bürohund und ich liebe es! Was kann es schöneres geben, als den ganzen Tag an der Seite meines geliebte Frauchens zu verbringen, zwischendurch mit meinen Hundekollegen zu spielen, mittags meine Bürohunde-Buddies aus den umliegenden Firmen im Park zum spielen zu treffen und so viele Freunde im Büro zu haben, die immer gute Laune haben, sobald sie mich sehen. Unbezahlbar!

Wir haben großes Glück, da der Arbeitgeber meines Frauchens Hunde in der Firma erlaubt. Dafür müssen wir natürlich bestimmte Regeln einhalten, nicht bellen, stubenrein sein und nichts kaputt machen (das ist zwar nicht immer zu vermeiden, aber unsere Chefs haben dafür Verständnis) usw. Mit viel Fleiß , Geduld und Konsequenz klappt das auch ganz gut 😉

Wir sind im Büro eine bunte Mischung an Hundekollegen: ein 12 Jahre alter Husky-Mix, ein 1,5 Jahre altes Malteser Mädel, eine 2,5 Jahre alte Viszlar-Verrückte, ein 2,5 Jahre alte Labbi-Bub und seit kurzem ein Labbi-Welpe, ein Malteserwelpe und ein Pudelmixjunghund. Ab und an kommen uns aus unserem Büro in Berlin auch unser Jagdhundmischlingsfreund besuchen, der seit kurzem einen Weimaraner-Welpen an seiner Seite hat. Hier ist also immer ordentlich was los. Wie ihr seht sind alle möglichen Rassen bei uns vertreten und es funktioniert toll.

Mit bereits 9 Wochen bin ich an der Seite meines Frauchens das erste Mal in mein Büro gegangen und seitdem jeden Tag dabei. Natürlich war es für mein Frauchen Arbeit und sie brauchte einiges an Geduld und Konsequenz, um mir zu erklären, wie wichtig es ist, im Büro bestimmte Regeln einzuhalten. Als Belohnung gibt es dafür nicht einfach nur Leckerlis, nein, das würde nicht reichen, sondern etwas viel besseres: Jeden Tag arbeiten gehen zu dürfen! Manch ein Mensch mag nun vielleicht sagen „Was, das nennst du eine Belohnung?“ Ja, das ist es. Die Firma ist mein zweites Zuhause, meine Kollegen meine Freunde und mein Büro mein Rückzugsraum. Alles feste Bestandteile meines zufriedenen und glücklichen Lebens als urbansetter.

Wenn ihr mit euren Leinenträgern auch gerne ins Büro geht oder dies künftig vorhabt, dann gebt ihnen folgende Tipps:

  1. Ganz wichtig: Sprecht mit euren Kollegen darüber, dass ihr ihre Hilfe benötigt, denn nur mit ihnen gibt es ein friedliches gemeinsames Arbeiten734951_1240609462635845_9037844143674390593_n
    • Wichtig ist, dass die Kollegen den Zamperl mit Respekt und Toleranz begegnen, denn wir Hunde verhalten uns nicht immer perfekt (aber das macht auch unseren Charme und unsere Liebenswürdigkeit aus)
    • Eure Leinenträger sind bei der Arbeit darauf angewiesen, dass die Kollegen ihnen helfen, eure Regeln einzuhalten, also bittet sie das zu beachten, was ihr als Regeln festlegt
  2. Bietet euren Kollegen an, dass ihr immer und jederzeit Rede und Antwort steht, wenn sie eine Frage zu dem Fellkollegen haben und gebt ihnen die Möglichkeit, euren Hund kennen zu lernen
  3. Wenn der Vierbeiner doch mal was anstellt, und das wird ganz sicher passieren, sprecht darüber ganz offen mit euren Kollegen und erklärt ihnen, wie ihr hofft, dass es künftig besser wird
  4. Respektiert, dass es Kollegen gibt, die eventuell sogar Angst vor Hunden haben, und nehmt darauf Rücksicht

Wir, also mein Frauchen und ich, haben feste Regeln und Kommandos im und fürs Büro. Zwar bricht bei mir ab und an das Kaschperle durch, aber ich bin halt auch nur ein Hund. Es gibt kein Patentrezept für alle Hunde, nach dem sie sich wie wohl erzogene Arbeitskollegen benehmen. Die Grundregeln sind vermutlich für alle Zamperl ähnlich, aber häufig liegt der Hund ja im Detail begraben. Mein Frauchen ist keine ausgebildete Hundetrainerin, aber wenn euch unsere Regeln und Kommandos (und Frauchen hat auch noch ein paar mehr Infos dazu gepackt) als Inspiration interessieren findet ihr sie hier (Regeln) und hier (Kommandos).

Habt alle einen tollen Arbeitstag!

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2 Gedanken zu “Der Jagdhund als urbansetter im Büro

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