Hundewanderung, Isarauen Garching

11879221_10207659109218801_5624135945800503295_oHeute erzähle ich euch von meinem Ausflug in eine für den urbansetter ungewohnte Gegend, die freie Natur, die Wildnis. Die ganze letzte Woche sprach Frauchen schon von dieser Hundewanderung, für die sie uns einfach – ohne mich zu fragen – angemeldet hatte. Ich war ganz schön gespannt. Raus aus der Stadt und Hundewanderung hört sich ja wirklich aufregend und anstrengend an. Und das auch noch bei 25 Grad. Das konnte ja heiter werden.

Sonntagmittag sollte es losgehen; um halb 2 noch schnell eine kleine Aufregungs-Pipirunde auf der heimischen Wiese und ab ging es ins Auto. Herrchen wurde auch mit eingepackt und eine halbe Stunde später waren wir schon am Ziel. Meine Leinenträger stiegen aus und ich habe sofort diesen verführerischen Duft von Pferdeäpfeln in der Nase gehabt. Treffpunkt war direkt zwischen zwei Pferdehöfen in der Triebgasse, kurz vor Garching. Da hatte ich nochmal Glück, es ging nicht in die Wildnis sondern in die Isarauen bei Garching, das gehört ja noch zu meinem geliebten München. Und zu meiner absoluten Freude warteten da noch mehr Hunde, die ich gleich begrüßen musste; natürlich ganz vorsichtig und langsam, man weiß ja nie wie die anderen Zamperl so sind.

Nun hieß es aber erstmal warten bis alle da waren. Aber das Warten haben wir Vierbeiner genutzt, uns kennengelernt, ein wenig erzählt und jeden Neuankömmling begrüßt. Als schließlich um die 15 Hunde versammelt waren ging es endlich los. Gestartet wurde in Richtung Isar über eine kleine Brücke und auf dem großen Feld durften wir endlich fetzen. Natürlich wurden nochmal alle Hunde kurz beschnuppert und begrüßt und gleich ein paar Spielkameraden auserkoren. Eines der tollsten Dinge am Stadthundeleben ist, dass sich unsere Zweibeiner immer zu Spaziergängen verabreden und wir Zamperl dadurch fast nie alleine unterwegs sind. Wenn es mehr als 5 Hunde sind nennen sie es auch gerne Rudelspaziergänge; pfff Rudel gehen doch nicht spazieren, sie toben, spielen, fetzen, aber na gut, das werden die Menschen wohl nie verstehen. Oder meinen sie vielleicht sich selbst mit dem „Rudel“? Zurück zur Hundewanderung:

Schon ein paar Meter nach dem Start gab es die erste Wasserstelle am Bach. Natürlich bin auch ich sofort ins Wasser. Aber nur soweit bis das Wasser meinen Bauch berührt, tiefer finde ich es unheimlich. Schwer beeindruckt haben mich die Hunde, die stürmisch mit Bauchplatschern ins Wasser gesprungen sind und Stöckchen apportiert haben. Hm vielleicht schaffe ich das auch? Vorsichtig habe ich mich noch einen Schritt vorgetastet. Aber das war mir dann doch zu weit und ich bin ganz langsam rückwärts wieder aus dem Wasser heraus geschlichen und habe mich zu Frauchen gerettet.

Nachdem sich alle Hundepfoten ein wenig abgekühlt hatten ging es wieder weiter. Instinktiv blieb ich plötzlich stocksteif stehen, mein Kopf ging gerade nach vorne und mein Schwanz pfeilgerade waagerecht. Und schon hörte ich den Abrufpfiff meines Frauchens ehe ich wusste was hier überhaupt geschah. Schnell zurück zu Frauchen gedüst, denn bei dem Pfiff gibt es immer Leckerlis wenn ich schnell genug wieder bei ihr bin (hm frisches Känguruhfleisch in Würfeln, jammi). Leckerli verschlungen und uh da war wieder dieser Instinkt und schon hörte ich Frauchen leise „e;e“ (Schreibweise frei interpertiert) sagen. Na gut, dann bin ich eben gemütlich in der Nähe meines Frauchens weiter getrottet. Ein paar Meter weiter habe ich dann endlich entdeckt was hier los war: am anderen Ende der Wiese stand eine Schafherde. Aber Frauchen hatte mir ja schon gesagt, dass die blöd sind und daher habe ich sie gar nicht weiter beachtet.

Rum um die Ecke und schon kam die nächste Wasserstelle. So haben wir Vierbeiner schnell vergessen, dass es eigentlich recht warm war. Auf der ganzen Wanderung gab es immer wieder Wasserstellen zum abkühlen und schattige Wege, traumhaft. Zwischendurch mussten wir einmal Pause machen, weil einer der Zamperl leider – oder vielleicht zu seinem Glück, endlich befreit von diesem blöden Ding – sein Halsband verloren hat. Seine Leinenträgerin hat zwar alles abgesucht aber nichts gefunden. Also falls ihr irgendwo in den Isarauen zwischen Garching und Ismaning ein Halsband findet gebt bescheid, vielleicht ist es ja seins.

Später sind wir ein kleines Stück auf dem Weg direkt an der Isar gelaufen, aber da waren sehr viele Radlfahrer unterwegs und daher sind wir schnell wieder auf die Trampelpfade unter den Stromtrassen. Dort kamen uns auf einmal zwei riesige Vierbeiner mit großen langen Köpfen entgegen. Die rochen gar nicht wie Zamperl, komisch. Und oben auf diesen riesigen Vierbeinern saßen Menschen, die haben von dort oben die Leinen der Vierbeiner gehalten, seltsame Sache. Ich bin lieber ganz nah bei Frauchen stehen geblieben und habe schwer geschnauft. Aber bellen habe ich mich nicht getraut. Freundlich gegrüßt wurden wir von den Menschen und schon waren sie vorbei. Da war ich so erleichtert, dass ich völlig ausrastend zwei große Runden im Kreis gefetzt bin. Und Frauchen sagte nur zu Herrchen „hachja, s’Kaschperle“.

Die ganze Wanderung ging ca. 3,5 Stunden (inkl. den vielen kleinen Pausen) auf ungefähr 8 km. Am Startpunkt wieder angekommen sind wir noch in die Trattoria Senza Nome (direkt neben den Pferdehöfen) eingekehrt, wo wir Hunde uns gemütlich zu unseren Zweibeiner legen und ausruhen konnten. Frauchen und Herrchen waren sehr begeistert vom Essen. Als wir schließlich zurück zum Auto wollten hatte der Himmel seine Toren geöffnet und es schüttete. Mein tolles Herrchen war total liab und hat das Auto direkt vor den Eingang des Restaurants geholt, so dass Frauchen und ich nur schnell ins Auto hüpfen mussten und nicht nass wurden. Zuhause angekommen habe ich bis zum nächsten Morgen durchgeschlafen und bin im Traum nochmal mit all meinen neuen Kumpels über die Felder gerannt und durchs Wasser gesprungen.

Danke an die Hundewanderung München für die Organisation, die Bilder (es folgen noch mehr) und den tollen Ausflug. Wenn ihr auch mal teilnehmen wollt besucht die Website der Hundewanderung und meldet euch für den nächsten Ausflug an.

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